Die Deutsche Literaturkonferenz, gemeinsame Stimme der am literarischen Leben in Deutschland meistbeteiligten Verbände und Institutionen, hat am 18. Oktober 2024 in Frankfurt/Main die Übersetzerin Patricia Klobusiczky in ihrem Amt als Sprecherin des Vereins für weitere drei Jahre bestätigt.
Ebenfalls bestätigt als stellvertretender Sprecher wurde Arne Ackermann, Direktor der Münchner Stadtbibliothek.
KI – Krone der Schöpfung oder gigantische Plagiatsfabrik?
Am 28. November 2023 fand das Symposion der Deutschen Literaturkonferenz „KI – Krone der Schöpfung oder gigantische Plagiatsfabrik“ ganztägig Berlin in Auditorium im Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum der Humboldt-Universität zu Berlin statt. Zahlreiche Gäste aus der gesamten Branche folgten der Einladung.
KI ist in aller Munde und hat auch längst im Literaturbetrieb Einzug gehalten, mit einer Geschwindigkeit, die uns zu überrollen droht, wenn wir uns den drängendsten Fragen nicht gemeinsam stellen. Betroffen sind viele Bereiche, und es beginnt bereits bei der Sprache und den Begrifflichkeiten.
Es wurden bei der durchweg sehr interessanten und spannenden Veranstaltung die Chancen und Risiken der KI für unsere Branche aus verschiedenen Perspektiven erörtert – juristisch, künstlerisch, verlegerisch, ökonomisch und gesamtgesellschaftlich.
Beiträge der Vortragenden und Panelteilnehmer:innen wurden bei der Veranstaltung am 28. November 2023 mitgeschnitten und sind nachfolgend als Audiodatei zum Nachhören eingefügt. Programm und Mitschnitte:
10:00 Uhr „Die Federhand ist besser als die Pflughand“
André Hansen
10:20 UhrBegrüßung
Imma Hendrix
10:25 UhrEinführung und Moderation
Patricia Klobusiczky
10:40 Uhr Generative KI als Herausforderung für das Urheberrecht Keynote
Anne Lauber-Rönsberg Panel
Anne Lauber-Rönsberg, Susanne Barwick, Lena Falkenhagen, Claudia Hamm
12:10UhrMittagspause
13:00 Uhr Kollektive Intelligenz – Kann KI Literatur (übersetzen)? Keynote
Heide Franck Panel
Heide Franck, Claudia Jürgens, Ulrike Ostermeyer, Christian Ruzicska
14:00 Uhr Von Menschen für Menschen – Verlage als Gatekeeper Panel
Barbara Budrich, Christiane Frohmann,
Nadja Kneissler, Andreas Rötzer
15:00 UhrKaffeepause
15:30 Uhr KI im Aufwind – Verwertungsgesellschaften am Ende? Panel
Sandra Csillag, Sandra Freischem, Joachim Jobi, Robert Staats
16:30 Uhr KI und Ethik: der menschliche Systemfehler Keynote
Nina George Panel
Nina George, Susanne Fischer, Sieglinde Geisel, Deniz Utlu
Zum Nachhören gibt es auch den Nachbericht von Elke Schlinsog „Der Umgang mit Künstlicher Intelligenz ist drastisch unreguliert“ auf Deutschlandfunk Kultur.
Informationen zu den Personen der Key Notes und Panels:
Susanne Barwick Rechtsanwältin und stellvertretende Justiziarin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels Barbara Budrich Inhaberin des Verlags Barbara Budrich (Schwerpunkt Sozial- und Erziehungswissenschaften) Dr. Sandra Csillag Geschäftsführerin der österreichischen Verwertungsgesellschaft Literar-Mechana Lena Falkenhagen Autorin von Romanen und Computerspielen, bis vor kurzem Professorin für Game Design an der University of Applied Sciences Europe in Hamburg; seit 2019 Bundesvorsitzende des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller in ver.di Susanne Fischer Geschäftsführender Vorstand der Arno Schmidt Stiftung und des Deutschen Literaturfonds, Autorin Heide Franck Lektorin und Übersetzerin von Romanen aus dem Englischen und Schwedischen sowie Co-Leiterin des Projekts Kollektive Intelligenz Sandra Freischem Rechtsanwältin und Unternehmensjuristin für die VG Bild-Kunst Christiane Frohmann Inhaberin des Frohmann Verlages sowie Autorin, Übersetzerin und Lektorin Sieglinde Geisel Journalistin, Autorin, Schreibcoach und Literaturvermittlerin; 2016 gründete sie das Online-Literaturmagazin tell Nina George Schriftstellerin und Journalistin; Ehrenpräsidentin des European Writers‘ Council Claudia Hamm Regisseurin, Autorin von Theatertexten und Essays sowie Literaturübersetzerin aus dem Französischen und Italienischen André Hansen Übersetzer von literarischen und geisteswissenschaftlichen Texten aus dem Französischen, Italienischen und Englischen Imma Hendrix Stellvertretende Direktorin der Universitätsbibliothek der HumboldtUniversität zu Berlin Dr. Joachim Jobi Leiter Public Affairs der Verwertungsgeschellschaft Corint Media Claudia Jürgens Lektorin im Bereich deutsche sowie internationale Belletristik und populäres Sachbuch, Herausgeberin, Autorin Patricia Klobusiczky Moderatorin und Literaturübersetzerin aus dem Französischen und Englischen; seit 2021 Sprecherin der Deutschen Literaturkonferenz Dr. Nadja Kneissler Vorsitzende des Ausschusses für Verlage im Börsenverein des Deutschen Buchhandels Prof. Dr. Anne Lauber-Rönsberg Professorin für Bürgerliches Recht, Immaterialgüterrecht, insbesondere Urheberrecht, sowie Medien und Datenschutzrecht an der Philosophischen Fakultät der TU Dresden Ulrike Ostermeyer Programmleiterin Rowohlt Belletristik Hardcover, davor Verlagsleiterin des Arche Literaturverlags, Programmleiterin Ullstein Hardcover Belletristik und Lektorin beim Deutschen Taschenbuch Verlag Dr. Andreas Rötzer Seit 2004 Verleger von Matthes & Seitz Berlin Christian Ruzicska Verleger des Secession Verlags für Literatur Dr. Robert Staats Geschäftsführender Vorstand der VG WORT Deniz Utlu Schriftsteller, Kolumnist und Essayist, Gründer und bis 2014 Herausgeber
des Magazins freitext
Wir danken unserem Mitveranstalter, der Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin, sehr herzlich für die Gastfreundschaft.
Berlin, 21. Oktober 2021. Die Deutsche Literaturkonferenz, gemeinsame Stimme der am literarischen Leben in Deutschland meistbeteiligten Verbände und Institutionen, hat die Übersetzerin Patricia Klobusiczky zur neuen Sprecherin des Vereins gewählt.
Die in Berlin lebende Literaturübersetzerin löst Kathrin Schmidt ab, die sechs Jahre der Deutschen Literaturkonferenz vorstand.
Als neuer stellvertretender Sprecher wurde Dr. Arne Ackermann, Direktor der Münchner Stadtbibliothek gewählt. Er löst Dr. Klaus Ulrich Werner, bis zum Sommer 2021 Direktor der Philologischen Bibliothek der FU Berlin, ab.
Position der AG Digitale Bibliotheken der Deutschen Literaturkonferenz zu den Regelungsvorschlägen über die Nutzung von vergriffenen Werken im Entwurf der Richtlinie über das Urheberrecht im diigitalen Binnenmarkt vom 27. März 2018
Berlin, 21. Oktober 2015. Als Beitrag zur Digitalisierung der Literatur des 20. Jahrhunderts ist der Lizenzierungsservice Vergriffene Werke (VW-LiS) der Deutschen Nationalbibliothek erfolgreich gestartet.
Die Deutsche Literaturkonferenz, gemeinsame Stimme der am literarischen Leben in Deutschland meistbeteiligten Verbände und Institutionen, hat am 13. März 2015 in Leipzig die Schriftstellerin Kathrin Schmidt in ihrem Amt als Sprecherin des Vereins für weitere drei Jahre bestätigt.
Als neuer stellvertretender Sprecher wurde Dr. Klaus Ulrich Werner, Direktor der Philologischen Bibliothek der FU Berlin gewählt. Er löst Dr. Frank Simon-Ritz, Direktor der Universitätsbibliothek Weimar, ab.
Auch in unserem hochentwickelten Urheberrecht gilt der – ungeschriebene – Grundsatz, dass Ideen als solche nicht geschützt sind; selbst eine schöpferische Idee darf im Interesse der kulturellen Entwicklung nicht monopolisiert werden. Ist eine Idee, etwa ein Konzept aber ausreichend konkretisiert, wird eine Übernahme oder eine Anlehnung hieran zur Urheberrechtsverletzung. Wie schwierig und brisant die Abgrenzung in Einzelfällen jedoch ist, zeigen unzählige Streitfälle aus der Praxis. Kann schon der Inhalt einer Fabel geschützt sein? Wie verhält es sich z.B. mit der Fortsetzung eines Romans durch einen Dritten, mit der Übernahme fiktiver Figuren aus einer fremden Vorlage? Diese gerade auch literarisch spannenden Fragen werden in unserer Veranstaltung beleuchtet.
Vom Zittern um Zitate bis zum Platzen der Plagiate:
Rege Bautätigkeit auf literarischem Fremdgut (Kathrin Schmidt)
14:45 – 15:10
Freie Benutzung oder Urheberrechtsverletzung?
Vom Umgang mit fremden Stoffen (Rainer Dresen)
15:10 – 16:00
Kaffeepause
16:00 – 16:25
Idee und Werk: Ist eine klare Abgrenzung möglich? (Dr. Lisa Kopp)
16:25 – 16:50
Die Abgrenzung von Werknutzung und freier Benutzung aus Sicht des Unionsrechts (Prof. Dr. Stieper)
16:50 – 18:00
Panel mit den Referenten und Abschlussdiskussion
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Die Veranstaltung wird gemeinsam von der Deutschen Literaturkonferenz e.V. und der ALAI Deutschland e.V. organisiert. Die Veranstaltung findet innerhalb der Leipziger Buchmesse statt, so dass jedenfalls die Eintrittsgebühr für die Messe zu entrichten ist.