Preisträger 2004 der Karl-Preusker-Medaille

Preisträger 2004 | Urkunde | Laudatio | Dankrede | Alle Preisträger

Urkunde


Mit der Verleihung der Preusker-Medaille ehrt die Deutsche Literaturkonferenz das Engagement von Angelika Casper, Christel Mannhardt und Ina Philippsen-Schmidt, Gründerinnen des Aktionsbündnisses "Leselust statt Pisafrust". Das Bündnis vereint Leidenschaft für Bücher und politisches Engagement, Sorge um Bildung und Freude an lebendiger Kultur. Das Engagement der Preisträgerinnen ist vorbildlich für bürgerschaftlichen Einsatz für den Bestand von Bibliotheken und für das Lesen.

Angelika Casper, Christel Mannhardt und Ina Philippsen-Schmidt, Mütter von schulpflichtigen Kindern, haben das Aktionsbündnis "Leselust statt Pisafrust" ins Leben gerufen, in dem Eltern, Schüler, Bibliothekare, Lehrer und Autoren gemeinsam für den Erhalt der Schulbibliotheken an 21 Kölner Schulen gestritten haben, welche die Politik bereits auf die Streichliste gesetzt hatte. Für alle Bibliotheken haben sie engagierte Kölner Autorinnen und Autoren als Paten gewonnen, die mit Lesungen und Schreibwerkstätten für zusätzliche Attraktivität der Bibliotheken sorgen. Mit literarischen Veranstaltungen, Kabarett, Diskussionen mit Politikern und öffentlichen Aktionen von leselustigen Schulkindern haben sie ihr Anliegen in die Stadt getragen - mit Erfolg.

Das Aktionsbündnis fördert über den aktuellen Anlass hinaus weiter die Leselust, bringt Literatur in die Schule und in die Elternhäuser, beteiligt sich am gemeinschaftlichen Lese-Erlebnis "Ein Buch für die Stadt". Bibliotheken und Literatur bedürfen eines solchen leidenschaftlichen Interesses ihrer Leser.


Die Deutsche Literaturkonferenz,

welche im Gedenken an Karl Benjamin Preusker,
den Pionier der Volksbüchereibewegung,
Gründer der ersten deutschen Bürgerbibliothek 1828
im sächsischen Großenhain, die

Karl-Preusker-Medaille

gestiftet hat, verleiht diese Auszeichnung

Frau Angelika Casper

Frau Christel Mannhardt

Frau Ina Philippsen-Schmidt


in Würdigung ihrer Verdienste um den Erhalt von Schulbibliotheken in Köln, ihres bürgerschaftlichen Engagements, mit dem sie Schriftsteller, Eltern, Schüler, Lehrer zu gemeinsamen Aktionen für Schulbibliotheken gewonnen und damit auch in der Öffentlichkeit deren Bedeutung für Leselust, lebendige Kultur und Bildung bewusst gemacht haben.

Berlin, den 04. November 2004


Für die Deutsche Literaturkonferenz

Dr. Georg Ruppelt