Preisträger 2002 der Karl-Preusker-Medaille |
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UrkundeErich Loest ist einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller der Wende vom 20. zum 21. Jahrhundert. Mit seinem Namen ist auch die politische Wende in der Geschichte Gesamtdeutschlands Ende der achtziger/Anfang der neunziger Jahre auf das Engste verbunden. Für seine schriftstellerischen Leistungen und sein parteiunabhängiges bürgerschaftliches Engagement ist Erich Loest vielfach ausgezeichnet worden. Mit der Verleihung der Preusker-Medaille ehrt die Deutsche Literaturkonferenz Loests seit Jahren andauerndes Engagement zur Verbesserung der Situation der Öffentlichen Bibliotheken. Loest hat in Diskussionen, bei Lesungen und Veranstaltungen im kleinen, lokalen Rahmen wie überregional in der Presse und in den Medien auf die problematische Situation Öffentlicher Bibliotheken aufmerksam gemacht. Insbesondere würdigt die Deutsche Literaturkonferenz die Initiativen von Erich Loest und seiner Familie unter dem Motto "Helft den Bibliotheken". Seit dem November 2000 las Erich Loest aus seinem Roman "Reichsgericht" an verschiedenen Orten. Die Erlöse aus diesen Lesungen sowie aus der Versteigerung des Originalmanuskriptes kamen unter anderem den Bibliotheken in Leipzig und Chemnitz zugute. Hinzu traten Spenden zahlreicher Betriebe und Privatpersonen. Die Aktionen Erich Loests haben aktuell vor dem Hintergrund der Flutkatastrophe noch eine besondere Bedeutung bekommen. Die Deutsche Literaturkonferenz dankt Erich Loest wie seiner Familie im Namen der deutschen Bibliotheken für seine Initiativen und wünscht sich und den Bibliotheken, dass dieses Beispiel Schule mache. Die Deutsche Literaturkonferenz,
welche im Gedenken an Karl Benjamin Preusker, den Pionier der Volksbüchereibewegung, Gründer der ersten deutschen Bürgerbibliothek 1828 im sächsischen Großenhain, die Karl-Preusker-Medaille gestiftet hat, verleiht diese Auszeichnung Herrn Dr. h.c. ERICH LOEST in Würdigung seiner Verdienste um die Öffentlichen Bibliotheken in Deutschland und insbesondere in Anerkennung seiner Initiativen wie der seiner Familie zugunsten sächsischer Bibliotheken. Berlin, den 24. Oktober 2002 Für die Deutsche Literaturkonferenz Jens Sparschuh Dr. Georg Ruppelt |